Das geht ins Auge! – Sport mit Sehschwäche

Eine Grundvoraussetzung dafür, effizient und erfolgreich Sport zu treiben, ist die richtige Ausrüstung. Ein Hollandrad mag praktisch und bequem sein, als Sportgerät taugt es aber nicht viel. Ähnlich sieht die Situation für Brillenträger aus. Die Alltagsbrille ist schick und bequem, bei sportlichen Aktivitäten jedoch eher hinderlich – man stelle sich den kurzsichtigen Olympiasieger Florian Hambüchen vor, wie er mit Brille am Reck durch die Luft wirbelt. Zum Glück gibt es eine Alternative. Die geht allerdings richtig ins Auge.


Maximale Performance

Das ist aber weder schmerzhaft noch ungesund, denn es geht um Kontaktlinsen. Auch wenn laut einer Studie nur etwa 6 % aller Deutschen von ihnen Gebrauch machen, liegen die Vorteile besonders für Sportler auf der Hand.

Zunächst einmal senkt die Verwendung von Kontaktlinsen das Verletzungsrisiko. Gerade bei Ballsportarten leben Brillen gefährlich, für Kampfsportarten sind sie gänzlich ungeeignet. Niemand möchte sich durch ein gesplittertes Brillenglas schwer am Auge verletzen. Hinzu kommt, dass man sich mit Kontaktlinsen völlig uneingeschränkt bewegen kann – sie sind leicht und fallen selbst bei schnellen und intensiven Kopfbewegungen nicht aus dem Auge.

Betreibt man Outdoor-Sportarten, ist man mit Linsen für jedes Wetter gerüstet. Anders als Brillengläser beschlagen sie nicht und man wird nicht von Spiegelungen irritiert. Regentropfen stellen ebenfalls kein Hindernis dar und es gibt sogar Kontaktlinsen mit integriertem UV-Schutz. Und noch einen großen Vorteil gibt es: Brillen schränken das Blickfeld aufgrund der begrenzten Größe der Gläser ein, Kontaktlinsen tun das nicht.

Gut beraten ist halb gewonnen

Kontaktlinsen sind also für Sportler mit Sehschwäche bestens geeignet. Nun gibt es aber eine Fülle an Linsenvarianten. Harte (formstabile), weiche, Jahres-, Monats- und Tageslinsen. Hinzu kommen noch verschiedene Pflegemittel, die je nach Linsenart verwendet werden müssen. Wer darüber mehr wissen möchte, findet bei Fielmann jede Menge nützliche Erläuterungen zum Thema.

Wer sich dafür entscheidet, in Zukunft mit den fast unsichtbaren Sehhilfen zu trainieren, sollte vor dem Kauf unbedingt einen Augenarzt oder einen zertifizierten Optiker aufsuchen. Denn die Stärke der Kontaktlinsen muss neu ausgemessen werden, da sie von der Brillenstärke abweicht. Auch müssen Kontaktlinsen angepasst werden, um Unverträglichkeiten und daraus resultierende Schädigungen des Auges zu vermeiden. Der Aufwand lohnt sich – denn nur wer scharf sieht, kann sportliche Höchstleistungen erbringen.


Bildrechte: Flickr Kontaktlinse Mirko Waltermann CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Titelbild: pixabay.com

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Ein Gedanke zu „Das geht ins Auge! – Sport mit Sehschwäche

  1. Ein echt wichtiges Thema, auch wenn es mich zum Glück (noch) nicht betrifft. Ich musste hier nur an meinen Onkel denken, der einen Badmintion-Ball ins Auge bekam. Ergebnis: Gerissene Kontaktlinse und auf einem Augen ein paar Stunden Schmerzen.
    Gut, dass es keine bleibenden Schäden gab, denn eine gesplitterte Brille hätte da sicher schlimmere Folgen gehabt… Jetzt frage ich mich nur, warum im Schulsport kein Lehrer je die Brillenträger von ihren Brillen abgehalten hat.

    Liebe Grüße

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