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Stoffwechseltypen: Warum die Orientierung daran so wichtig ist

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(zuletzt aktualisiert am: 10. November 2018)

Egal ob es ums Abnehmen oder den gezielten Muskelaufbau geht: Wer dabei Erfolg haben möchte, sollte um seinen Stoffwechseltyp Bescheid wissen. Denn je nach dem, ob man ein Mesomorph, Endomorph oder Ektomorph ist, fällt es mehr oder weniger schwer Fett ab- beziehungsweise Muskelmasse aufzubauen. Wir stellen die drei Stoffwechseltypen vor.


1. Ektomorph – Hat mit Kalorien kein Problem

Beim Stoffwechseltyp Ektomorph ist die Stoffwechselrate hoch. Das bedeutet, dass diese Menschen überdurchschnittlich viele Kalorien verbrennen, weil der Stoffwechsel ständig auf Hochtouren arbeitet. Über Fettpölsterchen muss sich der Ektomorph in der Regel keinerlei Gedanken machen. In der Fitness- und Bodybuilder-Szene nennt sich dieser Stoffwechseltyp auch Hardgainer.

Seine Figur wird als drahtig bezeichnet. „Der Hardgainer reagiert meist nicht empfindlich auf viele Kalorien und Kohlenhydrate, im Gegenteil, diese sind für ihn sogar absolut notwendig um genügend Energie für den Stoffwechsel bereitzustellen“, lautet der Hinweis auf dem Onlineportal www.sportnahrung-engel.de in einem Ratgeber zu individuellen Ernährungs- und Trainingsmethoden entsprechend der Stoffwechseltypen.

Wer als Ektomorph Muskeln aufbauen möchte, muss im Vergleich zu anderen Menschen aber mehr tun. Hier ein Trainingsplan zur Maximalkraft, der dabei behilflich sein kann.

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2. Endomorph – Profitiert von zügigem Muskelaufbau

Der Endomorph ist im Grunde das Gegenteil zum Ektomorph. Denn der endomorphe Typ neigt schneller zu Übergewicht, weil der Stoffwechsel wesentlich langsamer arbeitet. Zugeführte Nahrung wird in einem geringeren Tempo verwertet, so dass der Körper schneller Fett ansetzt.

Endomorphe Menschen sind häufig von kürzeren Gliedmaßen und einem kleineren Körperbau mit rundlicher Figur geprägt. Beim Abnehmen haben sie oft Schwierigkeiten, da sich Erfolge nur mühsam einstellen.

Vorteilhaft an diesem Stoffwechseltyp ist, dass sich die Muskulatur deutlich schneller und einfacher aufbauen lässt, als beim Ektomorph. In der Fitness-Branche wird dieser Typus als Softgainer bezeichnet. Er tut sich leichter Körpergewicht und Muskeln aufzubauen.

Will der Endomorph abnehmen, sollte er sich auf eine sinnvolle Ernährungsumstellung konzentrieren. Das Training macht in der Regel keine Probleme. Warum sich ein Low Carb Ernährungsplan für den Endomorphen lohnen kann, erklärt Personal-Trainer Julian Zietlow in diesem Video:

Low Carb für Softgainer/Endomorphen – alles andere ist scheisse!

Dieses Video ansehen auf YouTube.

2. Mesomorph – Der Mischtyp

Der Mesomorph gilt als Mischtyp und kann sich über eine generell athletische Figur freuen. Der Körperfettanteil ist in der Regel gering und Muskeln können in kurzer Zeit aufgebaut werden.

Dieser Stoffwechseltyp lässt sich hinsichtlich des Köperbaus bei Männern an einer V-Form und bei Frauen an einer Sanduhr-Silhouette erkennen. Breite Schulter und schmale Hüften sind gängig.

Die Körperkraft ist aufgrund der starken Muskulatur überdurchschnittlich hoch. Durchschnittlich gestaltet sich die Stoffwechselrate, weshalb es sich beim Mesomorph um ein Mittelmaß zwischen Endomorph und Ektomorph handelt.

Der Stoffwechsel arbeitet weder langsam noch schnell. Zu Übergewicht neigt diese Gruppe zwar nicht, aber Fettpolster lassen bei übermäßiger Kalorienzufuhr nicht lange auf sich warten. Das Verhältnis zwischen Körperfett und Muskelmasse ist von Natur aus gut.

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Jeder Stoffwechsel ist einzigartig

Der Stoffwechsel ist genetisch bedingt und nicht veränderbar. Grundsätzlich kann man Menschen nicht streng diesen drei Stoffwechseltypen zuordnen. Sie dienen eher der Orientierung und bilden als Mischform den individuellen Stoffwechsel jedes Individuums.

Rund 80 Untergruppen gibt es laut Sheldonscher Typologie.

In der Regel ist jedoch einer der drei Stoffwechseltypen stärker ausgeprägt, als die beiden anderen. Wer sich darüber im Klaren ist, in welche Richtung der persönliche Stoffwechsel geht, kann eine erste Grundeinschätzung vornehmen und seine Ernährung und Bewegung dahingehend ausrichten. Endomorphe Menschen können ihren Stoffwechsel zum Beispiel mit der richtigen Ernährung beschleunigen, um gleichzeitig die Fettverbrennung anzukurbeln.

Chance auf Veränderung: Der Phänotyp

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Obwohl der Stoffwechseltyp nicht geändert werden kann, besteht kein Grund zur Panik. Entscheidend ist der sogenannte Phänotyp.

Darunter wird das optische Erscheinungsbild eines Menschen verstanden. Ihn kann man mit Fleiß und den richtigen Tricks beeinflussen.

Training, Ernährung und ein diszipliniertes Verhalten sind nötig, um den Körper erfolgreich zu formen.

Der Grundgedanke hinter den Stoffwechseltypen besteht darin, dass nicht alle Menschen Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate im identischen Umfang vertragen. Während einige jede Menge Kohlenhydrate in Form von Nudeln, Brot und Co. zu sich nehmen können ohne zuzunehmen, müssen andere darauf verzichten, um kein Übergewicht zu riskieren.

Personen, die Schwierigkeiten haben das Idealgewicht zu halten, ist ein Typisierungs-Test beim Ernährungsberater anzuraten. Dabei wird der Stoffwechseltyp und die ideale Ernährung bestimmt. In einem Ratgeber unter www.sat1.de wird online erklärt, wie sich der Typus bestimmen lässt: „Mit einem elektromagnetischen Armband am Unterarm. Anhand von Muskelreaktionen sind Rückschlüsse auf den individuellen Stoffwechsel möglich.“


Fazit

Wenn ein Trainingsplan oder eine Diät nicht funktioniert beziehungsweise sogar unter großer Anstrengung keinerlei Erfolge bringt, kann es sich lohnen sich intensiver mit dem Stoffwechseltyp auseinanderzusetzen. Möglicherweise passt die entsprechende Methode einfach nicht zum Körper, sodass eine erfolgreiche Umsetzung keine Chance hat. Wenn Sport und Speiseplan an die persönlichen Ansprüche angepasst werden, lassen sich die gesteckten Ziele wesentlich leichter erreichen.

Bildquellen: pixabay.com (Keifit, jane_lopatkina, Keifit, tookapic -> v.o.n.u.)

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