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Was tun bei Gelenkschmerzen?

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(zuletzt aktualisiert am: 10. November 2018)

Gelenkschmerzen können jung und alt betreffen. Egal, ob Sportler, Genetik, Fehlstellungen oder aufgrund eines hohen Alters oder rheumatischer Erkrankungen.

Mit zunehmendem Alter treten Gelenkschmerzen immer häufiger auf. Ganz besonders betroffen sind oft die Knie-, Hüft- und Schultergelenke.

Solche Schmerzen können zur Qual werden, deshalb erfährst du hier was bei Gelenkschmerzen zu tun ist.


Woher kommen Gelenkschmerzen?

Die Ursachen von Gelenkschmerzen können sehr vielseitig sein.

Die üblichen Gelenkschmerzen treten oftmals im Zusammenhang mit unterschiedlichen anderen Erkrankungen auf.

Angefangen bei schmerzhaften Entzündungen in Gelenken, dicke oder geschwollene Gelenke sowie Muskelschmerzen bis hin zu ernsthaften Krankheiten wie Arthrose, Arthritis oder Rheuma.

Unterschiede zwischen Arthrose, Arthritis und Rheuma

Arthrose

In Deutschland leiden ca. 5 Millionen Menschen unter Arthrose.

Bei Arthrose gibt es zwei Formen. Die erste, primäre Gelenkform ist wahrscheinlich genetisch bedingt.

Die zweite Form ist die sekundäre Gelenksarthrose, die in erster Linie aufgrund von Gelenkverschleiß entsteht und auf degenerativen Veränderungen zurückzuführen ist.

Der Verschleiß des Gelenkknorpels wird durch Verletzungen, Über- und Fehlbelastungen verursacht. Die fortlaufende Schädigung des Knorpels lässt eine Entzündung entstehen, die den Knorpel noch weiter verletzt.

Am Ende wird durch den Knorpelverschleiß sogar der dazugehörige Gelenkknochen angegriffen. Noch mehr Risiko für die Schädigung des Gelenkknorpels besteht im hohen Alter oder bei Übergewicht.

Typische Symptome bei Arthrose sind eine eingeschränkte Beweglichkeit der betroffenen Gelenke, beginnend mit dem sogenannten Anlauf- und Belastungsschmerz. 

Weiterhin zählen ein Gelenkerguss sowie eine zunehmende Gelenk-Deformation zu den Anzeichen. Die Arthrose kann sich allerdings auch ohne Symptome einschleichen. 

Arthritis

Arthritis umfasst generell Gelenkbeschwerden der entzündlichen Form. Hier ist zwischen infektions- und immunbedingten Formen zu unterscheiden.

Am häufigsten tritt die Rheumatoide Arthritis auf. Hier entsteht die Entzündung in den Gelenken durch eine Autoimmunreaktion und ist zumeist chronisch entzündlich.

Typischerweise verläuft die Erkrankung in Schüben, die sehr stark entzündlich auf die Gelenke wirken. Dies ist verbunden mit Überwärmung, Schwellung und Rötung. Weiterhin sind auch massive Steifigkeit und stark verformte Gelenke charakteristisch.

Eine Fehlfunktion des Immunsystems ist mitverantwortlich

Bei Krankheiten wie Arthritis und Rheuma tritt eine Störung des Immunsystems auf. Solche Immunstörungen werden i.d.R. als Autoimmunerkrankungen bezeichnet.

Diese gestörte Immunfunktion hat häufig ungeklärte Ursachen. Ein fehlgeleitetes Immunsystem kann dazu führen, dass der Körper seine eigenen Strukturen angreift.

Rheuma

Rheuma meint im Allgemeinen „jegliche Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen“ (Wikipedia).

Oftmals wird der Begriff Rheuma als Synonym für die Rheumatoide Arthritis genutzt, die auch als chronische Polyarthritis bezeichnet wird.

Der Begriff „rheumatische Erkrankungen“ fasst hingegen die Vielzahl der Gelenkerkrankungen zusammen.

Das Auftreten rheumatischer Erkrankungen ist sehr stark mit genetischen Faktoren verbunden.

So wurde nachgewiesen, dass tägliches Rauchen von nur wenigen Zigaretten die Wahrscheinlichkeit an Rheuma zu erkranken, verdoppelt. Besonders betroffen sind Frauen, die über viele Jahre rauchen (Daniela Di Giuseppe et al., 2013).

Untersuchung der Gelenkschmerzen

Lässt man sich wegen Gelenkschmerzen ärztlich untersuchen, wird zumeist eine Anamnese durchgeführt und der Gang untersucht.

Außerdem erfolgt eine Inspektion des Körpers, das heißt eine allgemeine körperliche Untersuchung, die Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Gelenke und der Wirbelsäule sowie die neurologische Überprüfung.

Gegebenenfalls wird zur Klärung der Ursachen auch geröntgt mit anschließender Laboruntersuchung.

Was man selbst gegen Gelenkschmerzen tun kann

Alltägliche Bewegung erhöhen

Bewegung ist das A und O, besonders um Gelenkschmerzen vorzubeugen.

Da die meisten von uns so gut wie fast immer sitzen (sei es auf der Couch oder im Büro) sollte man im Fall von Gelenkschmerzen mal seine Gelenke öfters bewegen.

Ein klassisches Beispiel wäre die Treppe statt den Fahrstuhl zu nehmen oder Spaziergänge an der frischen Luft.

Training und Sport

Sport und Training sind essentiell für die Gesundheit und Rehabilitation von Gelenken. Sportarten wie Schwimmen, Joggen oder Fahrrad fahren bieten sich zum Beispiel an.

Mal abgesehen von intensiven Trainings, die eventuell Muskelkater zur Folge haben können, ist man mit Sport und Training sogar in der Lage, Muskel- und Gelenkschmerzen komplett vorzubeugen.

Besonders Training mit Gewichten kann Wunder wirken.

Warum Kraftsport?

Studien zeigen, dass unter der Osteoarthritis leidende Patienten mit Krafttraining die Symptome von (Gelenk-) Schmerzen reduzieren und ihre Mobilität steigern konnten (Kell RT et al., 2001 & Schilke JM et al., 1996).

Entgegen den Behauptungen, Gewichtstraining würde die Gelenke noch stärker belasten, ist es Tatsache, dass Kraftsport die Gelenkgesundheit verbessert.

Es werden weder Gelenke noch Knorpel durch Krafttraining abgenutzt oder verletzt. Natürlich kann es zu Gelenkschmerzen aufgrund von Überlastungen kommen oder bereits vorhandene Gelenkverletzungen verschlimmern.

Zu viel Gewicht oder die falsche Technik und Haltung kann wiederum zu Gelenkschmerzen führen sowie Sehnen und Bänder überlasten.

Sollte dies der Fall sein, ist man mit einem leichten Rehabilitations-Training besser bedient und steigert sich langsam wieder. Eine komplette Trainingspause kann auch helfen.

Gewicht reduzieren

Übergewicht gilt als eine der häufigsten Ursachen für Gelenkschmerzen. Es ist mitunter die häufigste Ursache für die meisten Krankheiten und Schmerzen in der heutigen Zeit.

Eine Studie belegt die Tatsache, dass bis zum Jahr 2030 51% der Menschen weltweit Übergewicht haben sollen (Funkelstein EA et al., 2012)!

Ein hoher Körperfettanteil belastet Knochen und Gelenke. Besonders betroffen sind die Wirbelsäule, Hüfte, Fuß- und Kniegelenke.

Hier kannst du übrigens erfahren, was man gegen Knieschmerzen tun kann.

Neben einer Ernährungsumstellung muss zum Abnehmen allerdings auch ein sportlicher Reiz gesetzt werden, um den Jojo Effekt zu verhindern.

Wer gewollt ist, ein paar Pfunde loszuwerden kann ja mal in meine Abnehmtricks und Ernährungstipps reinschauen. Kombiniere das am besten mit diesem gesunden Ernährungsplan für eine Low-Carb-Diät.

Supplemente bei Gelenkbeschwerden

Kurkuma

Kurkuma hilft bei Gelenkschmerzen aufgrund der anti-entzündlichen Wirkung. Insbesondere im Fall der Osteoarthritis (= Arthrose) kann Kurkuma deutlich Schmerzen reduzieren (z.B. Kok-Yong Chin, 2016).

Zusammen mit Piperin wirkt das Curcumin noch um ein Vielfaches stärker:

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Kollagen-Hydrolysat

Das Strukturprotein Collagen finden wir in Haut, Sehnen, Bändern, Knorpeln und Knochen. Es macht unser Bindegewebe fester und flexibel.

Einer Studie zufolge, verbesserte sich mit Kollagenhydrolysat die Gelenkgesundheit bei Athleten. Mit Kollagen wird außerdem die Gelenkbeweglichkeit verbessert und Gelenkschmerzen nachweislich reduziert (z.B. Clark KL et al., 2008).

Beschädigtes Knorpelgewebe kann durch die orale Einnahme von Kollagenhydrolysat aufgebaut und erhalten werden sowie besser regenerieren. Es besitzt genau wie Kurkuma eine entzündungshemmende Wirkung (Qurratul-Ain Dar et al., 2017).

Kollagen hilft also deutlich dem Verschleiß der Knorpel und Gelenke und wirkt anti-entzündlich.

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Glucosamin

Glucosamin reduziert im gewissen Maße Gelenkschmerzen. Die Form Glucosaminsulfat scheint einige Symptome der Arthrose lindern zu können (z.B. Vlad et al., 2007).

Glucosamin zusammen mit Chondroitin soll vermutlich ebenfalls einen positiven Effekt bei Gelenkschmerzen haben, wenn auch nur marginal und mehr Forschung nötig ist (Vasiliadis & Tsikopoulos, 2017).

Dennoch ist es einen Versuch wert, wenn es wirklich nicht mehr geht. Die Kombination wird z.B. auch erfolgreich bei Hunden mit Arthrose eingesetzt.

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Boswellia Serrata (Weihrauch)

Aus dem Harz des Weihrauchbaums entsteht dieser extrem effektive Entzündungshemmer.

Aus Studien geht hervor, dass 100mg Boswellia mit 20% AKBA-Anteil innerhalb von 30 Tagen alle gemessenen Parameter von Arthrose bei Personen reduzieren konnte (Vishal et al., 2011).

Die gleiche Menge Boswellia Serrata mit 30% AKBA reduzierte deutlich schmerzende und steife Gelenke. Maximale Effekte traten nach ca. 90 Tagen ein (Sengupta et al., 2010).

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Entzündungshemmende Ernährung

Nahrungsmittel, die Entzündungen hemmen, tragen dazu bei mögliche Glieder- und Gelenkschmerzen zu verringern.

Weitere entzündungshemmende Lebensmittel sind zum Beispiel:
Lachs, Weißkohl, Tomaten, Spinat, Ingwer, Knoblauch, Ananas oder Kirschen.

Allgemein solltest du bei Gemüse und Kräutern nicht sparen. Aus genannten Gemüsesorten lässt sich zum Beispiel ein schöner Salat machen. Diverse Kräutertees wirken ebenfalls antientzündlich (Grüner Tee, Kamillentee).

Eines der besten und bekanntesten Beispiele zur Linderung von Gelenkschmerzen ist Honig, den man nicht nur essen, sondern auch direkt anwenden kann.

Honig auf der Haut

Dieses süße Wundermittel kann man direkt auf die betroffene Stelle einmassieren, 1 Esslöffel Honig sollte dafür genügen. Den klebrigen Honig kann man dann ganz leicht mit warmem Wasser wieder abwaschen.

Das richtige Bett?

Keine Frage: Schlaf ist wichtig, doch er sollte auch besonders qualitativ sein für eine ordentliche Erholung.

Leichter Schlaf bringt ebenso wenig Entspannung wie ein Zahnarztbesuch – und dabei spielt auch das Bett eine nicht ganz unwichtige Rolle.

Bei der Wahl der Matratze ist es wichtig, dass sie an bestimmten körperlichen Belastungspunkten nachgibt, d. h. an Schultern, Hüfte und Becken.

Die Wirbelsäule sollte in der Seitenlage unterstützt werden und dafür sorgen, dass man nicht einsinkt oder zu hart liegt. Ein Probeliegen ist dazu Pflicht.

⇒ Je höher das Körpergewicht, desto härter die Matratze.

Der Lattenrost sollte außerdem einen individuell einstellbaren Härtegrad haben. Das ist abhängig vom Körpergewicht und wichtig, um Gelenkschmerzen zu vermeiden.

Ein starkes Immunsystem

Will man Rheuma bzw. Gelenkschmerzen vorbeugen, so sollte insgesamt ein stabiles Immunsystem vorhanden sein.

Besonders zur kalten Jahreszeit ist das Immunsystem leicht angreifbar.

Ein praktischer Tipp sind zum Beispiel Saunabesuche. Diese fördern die Durchblutung sowie Entspannung und helfen bei Verspannungen zur Vorbeugung von Muskel- sowie Gelenkschmerzen.


Hält man sich an den Großteil der hier aufgeführten Tipps, dann ist man schon mal auf einen guten Weg zu einem starken Immunsystem.

Zum Beispiel kann man schon sehr viel allein mit gesunder, vitaminreicher Ernährung und viel Bewegung zur Vorbeugung von Gelenkschmerzen und Rheuma erreichen, sodass gar nicht erst Symptome auftreten.

  1. Ich danke Ihnen für diesen tollen Artikel. Bei Gelenkschmerzen gibt es einige gute Hausmittel. Wenn diese nicht funktionieren, sollte man schon einen Physiotherapeuten aufsuchen.
    Mit besten Grüßen,
    Hans

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